Kurzantwort: 1K-Lack trocknet physikalisch, also durch Verdunsten von Lösemittel oder Wasser. 2K-Lack wird mit Härter angemischt und härtet chemisch aus. Dadurch ist er deutlich beständiger gegen Kraftstoff, Chemikalien, Kratzer und UV-Strahlung. Klarlacke und Füller für die Reparaturlackierung sind deshalb praktisch immer 2K-Produkte.
Kann ich 2K-Lack ohne Härter verwenden?
Nein. Ohne Härter trocknet 2K-Lack höchstens oberflächlich an, härtet aber nie richtig durch. Er bleibt weich und wird von Kraftstoff oder Reinigern wieder angelöst. Der Härter ist Teil der chemischen Reaktion, kein optionaler Zusatz.
Was bedeutet Topfzeit?
Sobald Stammlack und Härter gemischt sind, beginnt die Vernetzung. Die Topfzeit gibt an, wie lange die Mischung verarbeitbar bleibt. Sie hängt vom Produkt und vor allem von der Temperatur ab: je wärmer, desto kürzer. Den Wert für 20 °C findest du im technischen Merkblatt. Misch deshalb nur so viel an, wie du direkt verarbeitest.
Wo begegnet mir 1K, wo 2K?
- Basislack: trocknet in der Regel physikalisch und bringt nur die Farbe. Glanz und Schutz kommen vom Klarlack darüber.
- Klarlack: 2K, mit dem passenden Härter.
- Füller: in der Regel 2K, für Haftung und Isolation des Untergrunds.
- Einschichtlack wie Glasurit Reihe 22: 2K, Farbe und Glanz in einer Schicht.
Welchen Härter brauche ich?
Immer den, der laut Merkblatt zum Produkt gehört, in der zur Temperatur passenden Geschwindigkeit. Mehr dazu im Artikel Härter richtig wählen. Passende 2K-Klarlacke findest du unter Klarlacke.