Kurzantwort: Die großen Lackhersteller bieten Basislack als Mischsystem an: Aus Grundfarben, den Mischlacken oder Tönern, wird nach Farbformel jeder Farbton angemischt. Die meisten Werkstätten in der EU arbeiten heute mit Wasserbasislack, lösemittelhaltige Systeme gibt es weiterhin für bestimmte Einsatzbereiche. Ein Basislack braucht immer einen Klarlack darüber.
Wie funktioniert ein Mischsystem?
Zu jedem Farbton gibt es eine Farbformel des Herstellers. Sie legt fest, welche Mischlacke in welcher Menge auf die Waage kommen. Dafür brauchst du eine Mischanlage, eine Präzisionswaage und Zugriff auf die Farbformeln des jeweiligen Herstellers. Die Töner eines Systems sind nicht gegen die eines anderen Systems austauschbar.
Wasserbasis oder Lösemittel?
Wasserbasislacke enthalten Wasser als Hauptlösemittel und deutlich weniger organische Lösemittel. Sie trocknen durch Verdunsten des Wassers, deshalb helfen Luftbewegung (zum Beispiel Venturi-Düsen oder Gebläse) und kontrollierte Kabinenluft. Lösemittelhaltige Basislacke trocknen unabhängiger von der Luftfeuchtigkeit, unterliegen in der EU aber strengen VOC-Grenzwerten.
Welche Systeme führen wir?
- Glasurit Reihe 90 und Reihe 100: Wasserbasislack-Systeme von Glasurit.
- Glasurit Reihe 55: lösemittelhaltiger Basislack von Glasurit.
- Glasurit Reihe 22: 2K-Einschichtlack, also Farbe und Glanz in einer Schicht ohne separaten Klarlack.
- Cromax Pro: Wasserbasislack von Cromax. Cromax Centari: lösemittelhaltiger Basislack.
- Spies Hecker Permahyd Hi-TEC: Wasserbasislack von Spies Hecker.
- Sikkens Autowave, Nexa Autocolor Aquabase Plus und Baslac: weitere Wasserbasislack-Systeme.
- Für Nutzfahrzeuge: Glasurit Reihe 68, Cromax Imron Fleet und Spies Hecker Permafleet.
Kann ich einzelne Mischlacke nachkaufen?
Ja. Wenn du bereits mit einem System arbeitest, bestellst du einzelne Töner gezielt nach. Such einfach nach der Töner-Nummer oder dem Systemnamen, zum Beispiel „Reihe 90“.
Alle Systeme findest du unter Basislack & Mischlacke.