Verdünnung im 2K-System: wofür, wie viel und welche Geschwindigkeit?

Kurzantwort: Verdünnung stellt die Spritzviskosität ein und beeinflusst, wie lange der Lack offen bleibt. Nimm die Verdünnung aus demselben System wie Lack und Härter, wähle die Geschwindigkeit nach Temperatur und Fläche und halte dich an die Zugabemenge im technischen Merkblatt.

Wozu brauche ich Verdünnung?

Viele 2K-Klarlacke und -Füller werden mit einem bestimmten Anteil Verdünnung auf Spritzviskosität gebracht. Die Verdünnung verdunstet beim Trocknen vollständig und wird nicht Teil des Lackfilms. Sie bestimmt aber mit, wie gut der Lack zerstäubt und verläuft.

Schnell, normal, langsam

Wie beim Härter gibt es Verdünnungen in verschiedenen Geschwindigkeiten. Schnelle Verdünnungen verdunsten zügig und passen zu kühlen Bedingungen und kleinen Flächen. Langsame Verdünnungen halten den Lack länger offen und verbessern bei Wärme und großen Flächen den Verlauf. Härter und Verdünnung sollten zueinander und zur Temperatur passen.

Wie viel Verdünnung?

Die Zugabemenge steht im Merkblatt, meist als Volumenanteil im Mischungsverhältnis. Zu viel Verdünnung senkt den Festkörper: Du brauchst mehr Spritzgänge, riskierst Läufer und überschreitest unter Umständen VOC-Grenzwerte. Zu wenig führt zu schlechter Zerstäubung und Orangenhaut. Ein Mischlineal oder ein Becher mit Skala macht das Anmischen reproduzierbar.

Und bei Wasserbasislack?

Wasserbasislacke werden mit dem systemeigenen Einstellzusatz oder entmineralisiertem Wasser eingestellt, nicht mit 2K-Verdünnung. Was im jeweiligen System erlaubt ist, steht im Systemmerkblatt.

Was ist mit Reinigungsverdünnung?

Für die Pistolenreinigung gibt es eigene Reinigungsverdünnungen. Zum Einstellen von Lack sind sie nicht gedacht.

Alle Verdünnungen und Zusätze findest du unter Verdünnung & Zusätze.